Ernährung

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Nachhaltig: So helfen junge Unternehmen, Kunststoffmüll zu reduzieren – Teil 2

Es war ein erschreckendes Bild, das sich Helfern vor kurzem am Strand der indonesischen Insel Wakatobi bot: Ein knapp zehn Meter langer, verendeter Pottwal war angespült worden – und aus seinem Bauch quoll kiloweise Plastikmüll. 115 Plastikbecher, 25 Plastiktüten, mehrere Plastikflaschen, Nylonsäcke, Flip-Flops sowie sage und schreibe mehr als 1.000 weitere Plastikteile unterschiedlicher Größe hatte das Tier aus dem Meer aufgenommen. Gerade in Ländern mit nicht hinreichend ausgebautem Recycling-System wird Plastikmüll häufig achtlos weggeworfen und gelangt in die Meere, wo er bis zu seiner Zersetzung jahrzehnte- bis jahrhundertelang treibt und das maritime Ökosystem schwer schädigt – oder aber zuvor von Meeresbewohnern wie dem Pottwal vor Indonesien aufgenommen wird. Doch nicht nur im Indischen Ozean oder im Pazifik, sondern auch hierzulande wird Plastik in den Meeren Tieren regelmäßig zum Verhängnis, etwa auf der Nordseeinsel Helgoland, einem bedeutenden Brutplatz für tausende Seevögel. Häufig bauen sie ihre Nester mittlerweile aus Plastikfäden statt aus Zweigen und Seetang. Im Gegensatz zu den Naturmaterialien ist Plastik jedoch deutlich reißfester. Die Konsequenz: Die Vögel verheddern sich im Netz, können sich jedoch nicht aus dem robusten Material befreien und verenden schließlich.

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Nachhaltig: So helfen junge Unternehmen, Kunststoffmüll zu reduzieren – Teil 1

Es waren gleich zwei Nachrichten zum gleichen Thema, die vor wenigen Wochen direkt aufeinander folgend die Schlagzeilen bestimmten – und wie es häufig so ist: Eine davon war gut, die andere schlecht. Beide drehten sich um den überbordenden Einsatz von Kunststoffmaterialien und die Folgen für Natur und Mensch. Am 23. Oktober wurde bekannt, dass österreichische Forscher erstmals Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen haben. Bei allen acht Probanden, die auf unterschiedlichen Kontinenten leben und verschiedenen Ernährungskonzepten folgen, wurden kleinste Plastikpartikel im Darminhalt gefunden. Ein nachdenklich stimmendes, in Anbetracht von in Plastik verpackten Lebensmitteln, Getränken aus Plastikflaschen und Mikroplastik-Teilchen in Zahnpasta, Duschgel & Co. jedoch kaum überraschendes Ergebnis. Über die gesundheitlichen Folgen von Mikroplastik im menschlichen Körper ist noch nichts bekannt, doch Studien bei Tieren weisen bereits darauf hin, dass es durch die Kleinstpartikel zu Schädigungen des Magen-Darm-Trakts kommen kann. Befragungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigen, dass sich mittlerweile die Hälfte der befragten Bürger besorgt angesichts einer möglichen Aufnahme von Mikroplastik über Nahrung und Kosmetika zeigt.

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Hohe Ansprüche an die schnelle Küche: Convenience Food im Wandel

Morgens im Coffeeshop zum großen Latte Macchiato to go gleich noch einen mit Tomaten und Mozzarella belegten Bagel auf die Hand. Mittags in aller Eile – die Zeit drängt, das nächste Meeting steht an – schnell noch ein Nudelgericht im Becher mit heißem Wasser aufgießen. Und am Abend zwischen Einkauf, Fitnessstudio und Verabredungen mit Freunden noch fix eine Portion fertige Lasagne in der Mikrowelle erwärmen… Unser Alltag ist mittlerweile durchdrungen von Convenience Food, verzehrfertigen Lebensmitteln für jede Gelegenheit, Tageszeit und jeden Appetit. Die negativen Auswirkungen des übermäßigen Konsums von Fertiggerichten auf unsere Gesundheit, die Umwelt und die Entwicklung der Kochfertigkeiten sind sicher den meisten von uns bewusst – doch Hand aufs Herz: Wer hat nicht zuhause eine Notfall-Pizza im Tiefkühlfach? Eine Tütensuppe für alle Fälle in der Büro-Schublade? Und wer war beim großen Hunger zwischendurch noch nicht froh, auf ein fertig belegtes Brötchen vom Bäcker zurückgreifen zu können?

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