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envopark: Im Gespräch mit Mark Maigré

In der kommenden Woche endet die Funding-Zeit für den envopark. Bislang konnte das Vater-Sohn-Team aus Mark und Alfred Maigré im Crowdfunding rund 300.000 Euro einsammeln und fast 250 Econeers für ihren nachhaltigen Gewerbepark begeistern. Mitten im Kampagnen-Endspurt haben wir Mark zum Interview gebeten.

Econeers: Hallo Mark, nun seid ihr mit eurem Crowdfunding für den envopark im Endspurt. Wie fällt dein bisheriges Fazit aus?

Mark Maigré: Wir sind natürlich sehr gespannt, wie es am 21. Oktober um 23:59 Uhr final ausgehen wird. Alles in allem sind wir mit dem bisherigen Ergebnis von 300.000 Euro sehr zufrieden und hoch motiviert, unser Projekt weiter voranzutreiben. Die letzten Wochen und Monate waren sehr spannend und natürlich auch arbeitsintensiv, denn uns war es sehr wichtig, die Investoren während des Fundings stets auf dem Laufenden zu halten und ein wenig hinter die Kulissen blicken zu lassen. Auch wenn wir das sehr hoch gesteckte Ziel von 950.000 Euro am Ende nicht erreicht haben, konnten wir doch viele Econeers von uns und unserem nachhaltigen Gewerbeparkkonzept überzeugen und auf das Thema „nachhaltiges Bauen“ aufmerksam machen. Das war uns von Anfang an ein wichtiges Anliegen. Wir haben durchweg positives Feedback von allen Seiten erhalten: von unseren Investoren und Partnern, der Presse und auch während des Besichtigungstages letzte Woche.

Mark Maigré präsentiert die Elektrotankstelle im envopark.

Mark Maigré bei der Präsentation der Elektrotankstelle, die den Mietern des envoparks zur Verfügung steht.

Econeers: Die Besichtigung hat auch uns sehr gut gefallen! Zu diesem Termin hat euch die Jury des „Wirtschaftspreises Teltow-Fläming“ besucht. Wie kam es dazu?

Mark Maigré: Wir wurden von Anfang an sehr toll von dem Landkreis und den ansässigen Förderern unterstützt. Denn wir haben nicht nur einen Anstoß gegeben, die Umwelt mit Hilfe von nachhaltiger Bauweise und innovativer Energielösungen zu schützen, wir haben auch einen Standort gewählt, der sich momentan noch im Aufbau befindet. Mit dem envopark fördern wir das Wachstum dieses Standorts, indem wir Gewerbeflächen für kleine und mittelständische Unternehmen, sowie einige Arbeitsplätze und neue Kooperationen schaffen. Dies sind unter anderem die Gründe dafür, dass wir für den Wirtschaftspreis des Landkreises nominiert wurden, der im November vergeben wird. Da die Jury eine Entscheidung treffen muss, stattet sie den Nominierten einen persönlichen Besuch ab – wie auch bei uns vergangene Woche. Wir haben der Jury eine Führung durch den envopark, die Hallen, den „Energieraum“ und eine kleine Präsentation unserer Projektidee gegeben. Nun sind wir sehr gespannt, ob wir am Ende unter den Gewinnern sein werden.

Econeers: Ihr habt ja relativ schnell vermelden können, dass ihr alle Flächen der ersten beiden Hallen vermietet habt – das war bestimmt eure größte Erleichterung?

Mark Maigré: Ja, diese Tatsache war in unseren Augen immer das wichtigste Investmentargument für unsere Econeers: die Vollvermietung. Durch diese sind unsere Einnahmen sichergestellt und der größte „Risikopunkt“ der Investition fällt weg. Ehrlich gesagt, hätten wir gedacht, dass ab diesem Zeitpunkt mehr investiert wird, da die Investoren sehen, dass die Nachfrage da ist. Apropos Nachfrage: die reißt auch weiterhin nicht ab, wir bekommen immer noch viele Anrufe interessierter Mieter, die wir momentan leider ablehnen müssen.

Der Gründer in der Energiezentrale des nachhaltigen Gewerbeparks.

Der Gründer in der Energiezentrale des nachhaltigen Gewerbeparks.

Econeers: Wie geht es jetzt weiter, was habt ihr geplant?

Mark Maigré: Unser Ziel war es ja eigentlich, mit Hilfe der Econeers eine dritte Halle auf dem Gelände zu bauen. Nun ist jedoch leider nicht der Betrag zusammengekommen, den wir für den Bau benötigen, was sehr schade ist. Als das abzusehen war, haben wir uns mit unserer finanzierenden Bank, der Berliner Sparkasse, zusammengesetzt. Diese hat uns kurzerhand angeboten, das Projekt noch weiter zu finanzieren. Durch das eingesammelte Crowdfunding-Kapital, die vielen positiven Pressebeiträge, die zügige Vollvermietung und den nachhaltigen Aspekt des Projekts, steht die Bank glücklicherweise komplett hinter uns und will uns weiterhin bei dem Projekt unterstützen. Da wir wie gesagt immer noch eine hohe Mieternachfrage verzeichnen, haben wir nach Zusage der Bank den Bauantrag für das letzte Drittel unseres Grundstücks gestellt. Somit können wir unsere Pläne weiterverfolgen und umsetzen, auch wenn wir das Kapital nicht komplett durch die Crowd aufgebracht haben.

Econeers: Das klingt doch toll, wir freuen uns, wenn es in Deutschland irgendwann nur so wimmelt von nachhaltigen Gewerbeimmobilien. Aber noch bis 21. Oktober hat die Crowd ja die Chance mit „einzusteigen“ und eure Pläne zu unterstützen – warum sollten die Econeers in deinen Augen jetzt noch investieren?

Mark Maigré: Zum einen sind hier bei Econeers hauptsächlich Nutzer und Investoren registriert, die gerne in nachhaltige und zugleich wirtschaftlich rentable Projekte investieren und diese unterstützen möchten. Wir von envopark haben solch ein Projekt entwickelt und wollen einen wichtigen Beitrag leisten, um Ressourcen zu schonen und nachhaltiger zu wirtschaften. Damit leistet der envopark einen ebenso wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wie beispielsweise ein Solarpark oder die anderen Projekte, die bereits bei Econeers finanziert wurden. Zum anderen denke ich, dass wir mit dem envopark eine attraktive Investmentchance für die Investoren bieten. Durch die erreichte Vollvermietung und die regelmäßigen sowie langfristigen Mieteinnahmen ermöglichen wir zusätzlich eine Sicherheit, die andere Projekte vergleichsweise nur schwer gewährleisten können. Unsere Investoren, Presse und Branchenkenner sowie unsere Partner sind da einer Meinung. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass wir in der letzten Endspurt-Woche nochmal einen kleinen Sprung machen werden – ich bin gespannt.

Econeers: Vielen Dank für deine Antworten und einen dynamischen Endspurt!

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