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„Diese Anlage ist ein Baustein der Energiewende“ – Biogas Dannemann im Gespräch

Biogasanlage der Biogas Dannemann

Bernd Diekmann, Jahrgang 1964, arbeitet seit über 20 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche. Neben verschiedenen leitenden Funktionen bei Unternehmen in der Metall-Industrie, der Versicherungswirtschaft und im kirchlichen Bereich hat Bernd Diekmann im Jahr 2003 die Finanz-Zirkel-Gruppe im niedersächsischen Bückeburg gegründet, die er als Geschäftsführer leitet. Die Finanz-Zirkel-Gruppe ist ein Maklerverbund mit über 170 Versicherungsmaklern in Deutschland.

Bernd Diekmann

Bernd Diekmann

Als Aufsichtsratsvorsitzender der Archea Biogas N.V. hat sich Bernd Diekmann schon früh mit dem Thema erneuerbare Energien beschäftigt. Durch die enge Zusammenarbeit mit seinem Geschäftspartner Oliver Nacke wurde im Oktober 2010 die Firma BiogasPark Deutschland gemeinsam gekauft. Bernd Diekmann ist dort als geschäftsführender Gesellschafter tätig. Auch bei der Anlage der Biogas Dannemann GmbH arbeiten die beiden als Geschäftsführer eng zusammen. Während Oliver Nacke für die technische Umsetzung zuständig ist, verantwortet Bernd Diekmann die Finanzen und die kaufmännische Abwicklung des Projekts.

Econeers: Lieber Herr Diekmann, wie kamen Sie von Ihrer Tätigkeit als Versicherungsmakler, zu den erneuerbaren Energien?

Diekmann: Zum einen durch einige unserer Versicherungs-Kunden, die sich beruflich mit dem Bereich beschäftigt haben. Wir betreuen zum Beispiel Investoren, die Photovoltaik-Anlagen bei uns versichert haben und auch einige Landwirte, die erneuerbare Energien-Anlagen wie Windräder und Biogasanlagen auf ihren Höfen betreiben. Auch die Zusammenarbeit und der persönliche Kontakt zu Oliver Nacke hat eine wichtige Rolle gespielt. Als Finanzfachmann fand ich den Bereich äußerst spannend. Denn mit Investitionen in erneuerbare Energien lässt sich etwas für den Umweltschutz tun und gleichzeitig eine gute Rendite erwirtschaften.

Econeers: Und wie kam es zur Zusammenarbeit mit Oliver Nacke?

Diekmann: Das geht zurück bis in das Jahr 1998, in die Anfänge von Archea. Ich habe Oliver durch private Kontakte kennengelernt und ihn und die Firma von Anfang an versicherungstechnisch betreut. An Oliver schätze ich vor allem seine visionäre Denkweise, sein Know-How und sein Engagement. Wir haben als Team schon immer gut funktioniert. Herr Nacke plant die technische Umsetzung der Projekte, ich kümmere mich um die kaufmännischen Aufgaben. Auch im privaten Bereich verstehen wir uns sehr gut.

Econeers: Was ist für Sie das Besondere an der Biogasanlage in Bassum?

Diekmann: Mit dem Crowdfunding für die Anlage Dannemann haben wir die Möglichkeit, gemeinsam mit den Investoren bei Econeers eine brachliegende, bereits bestehende Biogasanlage wiederzubeleben. Wir nutzen vorhandene Substrate und können die Anlage so wirtschaftlich betreiben. Künftig können Mais, Gras, Mist, Sonnen- und Wildblumen als Substrate verwendet werden. Die angeschlossenen Blockheizkraftwerke produzieren nicht nur Strom, sondern machen auch die entstehende Wärme vor Ort nutzbar.

Econeers: Wo sehen Sie Chancen und Risiken bei der Umsetzung des Projekts?

Diekmann: Ich sehe in dieser Anlage vor allem Chancen. Jeder kann sich mit geringen Beträgen beteiligen und damit seinen Beitrag zur Energiewende leisten. Mit unserer BiogasPark Deutschland GmbH sind wir bereit, selbst größere Beträge in die Anlage zu investieren, wie aus der Projektplanung ja auch hervorgeht. Von daher haben wir die Anlage im Vorfeld sehr genau geprüft.

Econeers: Mit welchen drei Argumenten würden Sie versuchen, einen interessierten Investor für die Biogasanlage in Bassum zu begeistern?

Diekmann: Diese Anlage ist ein Baustein für den Erfolg der Energiewende. Deshalb ist es so wichtig, dass sie realisiert werden kann. Zudem verfügen wir als Projektbetreiber über die nötige Erfahrung, um die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen und wirtschaftlich rentabel zu betreiben. Nicht zuletzt bieten wir den Investoren für ihr Engagement eine vernünftige Rendite sowie ein interessantes Tilgungsmodell.

Econeers: Noch eine Frage zum Schluss: Wie tragen Sie ganz persönlich zum Umweltschutz und zur Energiewende bei?

Diekmann: Ich beteilige mich selbst mit privaten Kapitalinvestments an erneuerbaren Energien. Deshalb war ich gleich begeistert von der Idee, das Kapital für die Anlage über ein Crowdfunding einzusammeln. Außerdem achte ich im Alltag darauf, wo es geht Müll zu vermeiden.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Diekmann. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg für das Crowdfunding bei Econeers.

 

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