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Für Transparenz und unabhängige Kontrolle – Im Gespräch mit dem Waldrat e.V.

Heinz-Dieter Klein vom Waldrat e.V.

Zwischen Deutschland und Paraguay liegen fast 11.000 Kilometer. Dennoch sind bei den Aufforstungsprojekten der Miller Forest Investment AG regelmäßige Kontrollen selbstverständlich. Dafür sorgt der Waldrat e.V., eine unabhängige Vereinigung aus Miller-Investoren, die 2008 gegründet wurde. Jedes Jahr reisen Mitglieder des Kontrollrat nach Paraguay und überprüfen die laufenden Aufforstungen vor Ort.

Übrigens: Die Miller Forest Investment AG wird die Inspektionsberichte des Waldrats exklusiv für die Econeers-Investoren verfügbar machen – ohne dass diese selbst eine Mitgliedschaft erwerben müssen.

Econeers hat mit Heinz-Dieter Klein, dem ersten Vorstand des Waldrat e.V., gesprochen.

Econeers: Herr Klein, was genau sind die Ziele und Aufgaben des Waldrat e.V.?

Klein: Ziele und Aufgaben des Vereins sind in unserer Satzung sehr genau beschrieben und geregelt: „Der Schutz von Kapitalanlegern bei Investitionen in Grundstücksaufforstungen in Südamerika.“ Der Satzungszweck wird insbesondere durch die Überprüfung der Anlagefirmen und der Information von Anlegern über den Stand der Aufforstungsmaßnahmen verwirklicht.

Econeers: Wie ist der Waldrat e.V. entstanden? Aus welchen Motiven heraus wurde er gegründet?

Klein: Nach meinem Kenntnisstand ist es ein absolutes Alleinstellungsmerkmal von Miller Forest Investment, dass es ein neutrales Kontrollorgan aus den Reihen der eigenen Investoren gibt. Der Verein wurde am 23. Februar 2008 in Mannheim mit damals 13 anwesenden Investoren gegründet. Das Motiv war es, die Interessen der Investoren zu schützen. Mittlerweile hat der Verein knapp 200 Mitglieder. Der Waldrat e.V. ist völlig unabhängig von Miller Forest Investment und allen anderen beteiligten Firmen rund um die Aufforstung in Paraguay. Der Verein erhält keinerlei Zuwendungen und finanziert sich ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge.

Heinz-Dieter Klein

Heinz-Dieter Klein 2009 bei einer Inspektionsreise in Paraguay.

Econeers: Jedes Jahr reisen Mitglieder des Waldrat e.V. nach Paraguay und inspizieren die einzelnen Aufforstungen. Wie läuft so eine Reise ab? Welchen Eindruck von den Projekten konnten Sie bisher bei Ihren Besuchen gewinnen?

Klein: Das Überprüfungs- und Kontrollkonzept des Waldrat e.V. ist einem dynamischen Prozess unterworfen. In einem Inspektorenteam von elf Mitgliedern, die sich jährlich mindestens einmal treffen, wird das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert. Zurzeit reisen zweimal jährlich je ein Inspektor nach Paraguay. Die Überprüfung vor Ort stützt sich auf drei Säulen:

  • Allgemeiner Eindruck der gesamten Aufforstungsflächen
  • Einzelprüfung:  Von 15, nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Investoren, werden die Aufforstungen genauestens unter die Lupe genommen und dokumentiert.
  • An Referenzbäumen wird der jährliche Holzzuwachs gemessen.

Jeder Inspektor verfasst nach seiner Überprüfung einen detaillierten Bericht, der dem Vorstand und anschließend allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt wird. Größere Beanstandungen gab es aus unserer Sicht bisher nicht. Kleinere Beanstandungen wurden Miller Forest Investment angezeigt und deren Behebung durch den nächsten Inspektor überprüft. Insgesamt sind wir derzeit mit der Aufforstungssituation zufrieden.

Econeers: Sie selbst waren bereits einige Male in Paraguay und hatten dort Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen. Können Sie Ihre Eindrücke in wenigen Sätzen schildern?

Klein: Am meisten beeindruckt hat mich die Weiterentwicklung des Lebensstandards der Menschen in Paraguay. Bei meinem ersten Besuch gab es auf dem Land fast nur Pferde und Ochsenkarren zur Fortbewegung. Heute  ist das Mopedzeitalter ausgebrochen und ich bin überzeugt, dass es in ein paar Jahren vom Moped zum Auto geht. Das hängt natürlich unmittelbar mit den Arbeitsbedingungen und Jobangeboten zusammen. Mittlerweile ist die Aufforstungsfirma Felber Forestal der größte Arbeitgeber in den Aufforstungsgebieten. Mannschaftsräume, Duschen, sanitäre Anlagen und regelmäßig angebotene Mittagessen zeugen von dem sozialen Fortschritt bei den Angestellten in den Aufforstungsanlagen, die vor den Aufforstungen zumeist ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner verdienten.

Econeers: Wie alle Mitglieder des Waldrats, sind Sie auch selbst Investor. Warum haben Sie sich dafür entschieden, in die Waldaufforstungsprojekte von Miller zu investieren?

Klein: Das Konzept der Miller Forest Investment AG hat mich als Privatanleger überzeugt. Zudem fand gleichzeitig mit meiner ersten Investition die Gründung von Waldrat e.V. statt. Vertrauen in die Investmentfirma und die Kontrolle ihrer Aktivitäten gehören für mich insbesondere bei Tätigkeiten in Südamerika untrennbar zusammen.

Econeers: Beim Crowdfunding von Miller Forest über Econeers können erstmals auch Privatinvestoren bereits ab 250 Euro in die Aufforstung von Waldflächen investieren. Bisher waren nur deutlich höhere Investments möglich. Was halten Sie von der Aktion?

Klein: Ich finde das Konzept sehr interessant, zumal dabei die Aufforstungsprojekte einem größeren Kreis an Interessenten zugänglich gemacht werden. Dabei werden ökologisch und nachhaltig ausgelegte Investitionen auch für Kleinanleger interessant.

Econeers: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für Ihre weitere Arbeit.

 

 

 

 

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