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Klimafreundlich und effizient – So funktioniert das LCB-Kraftwerk

LCB-Kraftwerk

Seit anderthalb Wochen läuft das Crowdfunding für LC Bioenergie bei Econeers. Mit seinem grundlastfähigen und klimafreundlichen Blockheizkraftwerk konnte das Hamburger Unternehmen bereits über 50 Investoren von sich überzeugen. In diesem Blogpost beantworten wir die spannendsten technischen Fragen rund um das ökologische Kraftwerk, das Gas in grünen Strom umwandelt.

Worum geht es beim Fundingprojekt von LCB?

Kurz auf den Punkt gebracht: Die Anlage von LC Bioenergie am Standort Benneckenstein erzeugt klimaneutral und unabhängig von Wind und Wetter Strom mit Hilfe von Gasmotoren. Dazu ist das Kraftwerk direkt an das deutsche Gasnetz angeschlossen. Durch einen langfristigen Liefervertrag für Biomethan erhält das LCB-Blockheizkraftwerk eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die über den Zeitraum von 20 Jahren gesetzlich zugesichert ist.

Was ist das technische Konzept des LCB-Kraftwerks?

LC Bioenergie setzt bei der Stromerzeugung auf solide Gasmotorentechnologie. In dem dezentralen BHKW in Benneckenstein kommen Industriemotoren der deutschen Hersteller MAN und Deutz zum Einsatz. Diese produzieren nachweislich mindestens 8.400 Stunden, das entspricht 350 Tagen, im Jahr Strom. Das LCB-Kraftwerk zeichnet sich vor allem durch seine Langlebigkeit aus. Die verwendeten Gasmotoren verfügen über ein überdurchschnittlich großes Ölreservoir, wodurch sich die Wartungsintervalle deutlich verlängern, was einen reibungslosen Kraftwerksbetrieb gewährleistet. Zudem weisen die Motoren, die in dem Blockheizkraftwerk zum Einsatz kommen, grundsätzlich einen deutlich geringeren Verschleiß als herkömmliche Diesel- oder Benzinmotoren auf.

Das Prinzip des BHKW von LC Bioenergie

Das Prinzip des BHKW von LC Bioenergie

Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energielieferanten wie Wind und Sonne ist das Kleinkraftwerk von LCB grundlastfähig, es unterliegt also keinen witterungsbedingten Schwankungen und leistet somit einen Beitrag zur Stabilität der Stromnetze. Solange Stromspeicher zum Ausgleich von Instabilitäten noch nicht in ausreichender Kapazität verfügbar sind, spielen grundlastfähige Technologien für die Netzstabilität eine wichtige Rolle. Dies führt leider auch zu der paradoxen Entwicklung, dass klimaschädliche Braunkohlekraftwerke in der Energiewende wieder verstärkt laufen. Viele kleine Blockheizkraftwerke nach dem Vorbild von LC Bioenergie können hier eine umweltfreundliche dezentrale Alternative zu veralteten Großkraftwerken sein.

Hohe Effizienz durch ORC-Technologie

Das Kraftwerk von LC Bioenergie ist in der Lage, auch die entstehende Abwärme für die Stromerzeugung nutzbar zu machen. Dazu ist es mit einer sogenannten ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) ausgestattet. Diese wandelt die Abwärme der Gasmotoren in Strom um. Dadurch wird der Wirkungsgrad des LCB-Kraftwerks um fünf Prozent auf insgesamt 47 Prozent erhöht, was sich positiv auf die Umweltbilanz der BHKWs auswirkt.

Das Konzept der Nachverstromung

Nachverstromung mittels ORC steigert die Effizienz des LCB-Kraftwerks um 5%.

Der Organic-Rankine-Cycle, benannt nach dem schottischen Physiker William John Macquorn Rankine (1820-1872), ist ein thermodynamischer Kreisprozess, bei dem Wärme auf verschiedenen Temperaturstufen in elektrische Energie umgewandelt wird. Bei dem Verfahren kommt eine Mediumflüssigkeit zum Einsatz, die eine erheblich geringere Verdampfungstemperatur als Wasser besitzt. Der entstehende Dampf wird genutzt, um über eine Turbine zur Stromerzeugung anzutreiben.  ORC-Anlagen bieten sich an, wenn das Temperaturgefälle zwischen Wärmequelle und -senke zu niedrig für den Betrieb einer Wasserkraftturbine ist. Neben der Kraft-Wärme-Kopplung ist das u.a. auch bei Geothermie-Kraftwerken der Fall.

Beim BHKW in Benneckenstein werden im ersten Schritt, der Hochtemperatur-Nachverstromung, zunächst die ca. 450°C heißen Motorenabgase genutzt, um mittels einer Turbine und eines Generators Strom zu erzeugen. Über die verbleibende Abwärme dieses Verfahrens wird anschließend in der Niedertemperatur-Nachverstromung erneut Elektrizität erzeugt. Nach diesem zweiten Schritt steht noch eine Restwärme von rund 45°C zur Verfügung, die theoretisch zu Heiz- oder Kühlzwecken genutzt werden könnte. Im Falle des LCB-Kraftwerks wird diese jedoch im ORC-Prozess komplett verstromt. Mit dem ORC-Prozess erreicht das LCB-Kraftwerk eine Leistung von 480 kW, was dem Jahresverbrauch von ca. 1.300 Drei-Personen-Haushalten entspricht.

LC Bioenergie bringt bewährte Technologien zusammen

Das ORC-Verfahren stellt eine erprobte und weit verbreitete Form der Energieerzeugung dar, die gerade für die Energiewende großes Potenzial besitzt. Durch die Kombination von robusten Gasmotoren mit ORC-Technologie setzt das LCB-Kraftwerk auf eine effiziente Ressourcennutzung und dezentralen sauberen Strom. Weitere Informationen zu technischen Details des grünen Blockheizkraftwerks in Benneckenstein lesen Sie in der Investmentstory von LC Bioenergie.

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1 KommentarEigenen Kommentar schreiben

  1. JuliusK sagt

    Sehr interessanter Artikel. Ich bin ein Befürworter nachhaltiger Technologien und bin der Meinung, dass die Entwicklung dieser erfolgreich verlaufen muss, damit diese auch wirklich langlebig und qualitativ sind. Wichtige Bestandteile wie die Gasmotoren benötigen Wartung und guten Service (Verfügbarkeit von Ersatzteile etc.), damit die Entwicklung dieser Technologien nicht ins Stocken kommt und geschmeidig weiter läuft.

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