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Vier Fragen an DZ-4

DZ-4-Solaranlage auf einem Wohnhaus

Einen Monat nach dem erfolgreichen Funding des Hamburger Solar-Startups DZ-4 bei Econeers, haben wir bei den Geschäftsführern Florian Berghausen und Tobias Schütt nachgefragt: Was ist seitdem passiert und wie geht es weiter mit DZ-4?

Econeers: Hallo Florian, hallo Tobias, euer Funding hatte die Besonderheit, dass in den ersten Tagen nur euer persönliches Netzwerk aus Kunden, Freunden und Familie investieren konnte. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Wie waren die Rückmeldungen eurer Crowd?

DZ-4: Die Rückmeldungen waren sehr positiv und es war für uns wirklich schön zu sehen, wer alles mitgemacht hat! Nicht nur Familie und Freunde, auch ein paar Kunden haben investiert! Allein, die kurzen Kommentare zu den einzelnen Investments zu lesen, war für uns sehr motivierend. Weitergebracht hat uns auch die ausführliche Beschreibung dessen, was DZ-4 tut. Das Investmentangebot war 27 Seiten lang und wir haben es für Empfänger geschrieben, die nicht aus der Branche kommen. Das hat Spaß gemacht und hat auch einige Gespräche mit Freunden und Bekannten erleichtert. Und das wird sicher auch in Zukunft so sein.

Die DZ-4-Gründer Florian Berghause und Tobias Schütt

Die DZ-4-Gründer Florian Berghausen und Tobias Schütt

Econeers: Was hat sich im letzten Monat bei euch getan? Gibt es spannende Neuigkeiten für eure Investoren?

DZ-4: Zum einen sind wir natürlich alle Weltmeister geworden. Das war für uns das I-Tüpfelchen im Juli. Zumal ein DZ-4 Mitarbeiter die Mannschaft sogar während der Vorrunde in Brasilien angefeuert hatte. Aber im Ernst – wir haben natürlich auch viel gearbeitet und unter anderem die Errichtung der 28 Anlagen aus der ersten Betriebsgesellschaft bis auf eine letzte Anlage abgeschlossen. Die geht in den nächsten Tagen ans Netz. Einige Speicher hatten lange Lieferzeiten und werden erst Ende des Monats angeliefert. Parallel arbeiten wir daran, die zweite Betriebsgesellschaft zu entwickeln und in unserer Pipeline ist von Sommerpause nichts zu spüren! Nicht zuletzt führen wir gerade ein neues IT-System ein, das wir für die Skalierung unseres Geschäftsmodells brauchen und das unsere Prozesse viel schneller und in großen Teilen automatisiert und standardisiert durchführen wird. Wir freuen uns alle schon sehr auf den Pilotbetrieb, der bald startet.

Econeers: Wie zufrieden wart ihr insgesamt mit dem Ablauf des Crowdfundings?

DZ-4: Unterm Strich sind wir sehr zufrieden. Dass wir bereits nach elf Tagen ausverkauft waren, hatten wir uns allenfalls in einem sehr optimistischen Szenario erhofft, aber dass es dann wirklich so schnell ging, hat uns schon begeistert. Für unsere Familie und Freunde war es teilweise nicht ganz einfach, die technischen Herausforderungen auf Anhieb zu meistern. Immerhin haben viele zum ersten Mal an einem Crowdfunding teilgenommen und sind nicht unbedingt im Internet zu Hause. Aber am Ende konnten alle Hürden überwunden werden, auch weil der Support von Econeers sehr gut war.

Econeers: Nachdem bei eurem Funding lediglich 80.000 Euro für die gesamte Econeers-Crowd zur Verfügung standen, und deshalb viele leider nicht mehr die Chance hatten, in DZ-4 zu investieren, drängt sich eine Frage auf: Plant ihr weitere Anlagen über die Crowd zu finanzieren?

DZ-4: Das ist denkbar und wir haben das auch von Anfang an immer betont: DZ-4, die Energiewende und Crowdfunding passen thematisch gut zusammen und es ist für uns eine interessante Form der Refinanzierung unserer Anlagen. Wie gesagt, arbeiten wir gerade an der zweiten Betriebsgesellschaft, die größer sein wird als die erste, und auch da werden wir irgendwann entscheiden, in welcher Struktur eine Refinanzierung am sinnvollsten ist. Vermutlich wird es eine Mischung aus Bankdarlehen und Crowdfunding sein. Das wäre für uns eine sehr sinnvolle Kombination.

Econeers: Vielen Dank für das Interview und euch weiterhin einen sonnigen Sommer!

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